nebenan.de lebt vom sicheren und vertrauensvollen Austausch in der Nachbarschaft. Deshalb verifizieren wir alle Nutzer:innen bei der Registrierung. Dennoch kann es – wie überall im Internet – Betrugsversuche geben. Erfahre hier, welche typischen Betrugsmaschen es beim Online-Kauf gibt und wie du dich davor schützt.
Beispiel: Paypal-Betrug
Ein Verkäufer verlangt eine PayPal-Zahlung über die Funktion „Geld an Freunde und Familie senden" für die Ware oder für Versandkosten. In diesem Fall hast du keinen Käuferschutz. Wenn der Artikel nicht ankommt, kannst du das Geld nicht zurückerhalten. Denn der PayPal-Käuferschutz greift nur bei der Option „Geld senden für Waren und Dienstleistungen". Sei also vorsichtig, wenn ein Verkäufer auf eine Vorab-Zahlung über Paypal und auf die Option „Geld an Freunde und Familie senden" besteht. Da du bei nebenan.de nur Angebote in der Nähe angezeigt bekommst, trefft euch am besten einfach persönlich zur Übergabe.
Weitere Betrugsmaschen und Tipps zum Schutz findest du bei den Verbraucherzentralen, zum Beispiel hier.
5 Tipps, wie du dich schützt
Fast alle Käufe bei nebenan.de verlaufen reibungslos. Falls du unsicher bist, helfen dir diese Tipps, mögliche Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen:
- Alle Angebote bei nebenan.de sind von Personen aus deiner direkten Umgebung. Sollte ein Verkäufer dennoch auf Versand bestehen (beispielsweise weil der Verkäufer gerade angeblich umgezogen ist), sei vorsichtig.
- Gib keine persönlichen Daten weiter, insbesondere keine Kreditkarten- oder Bankdaten.
- Bestehe auf eine sichere Zahlungsmethode, wie Barzahlung bei persönlicher Übergabe. Vermeide Zahlungsmethoden, bei denen du keine Option hast, das Geld zurückzuverlangen (z. B. Sofortüberweisung oder die PayPal-Funktion „Geld an Freunde und Familie senden"). Und achte darauf, dass der Name des Kontoinhabers mit dem Namen der Person übereinstimmt.
- Scanne keine unbekannten QR-Codes und klicke nicht auf verdächtige Links. Ein Beispiel: Jemand gibt sich als Teil des nebenan.de-Teams aus und fordert dich in einer privaten Nachricht dazu auf, über einen externen Link eine Anzeige zu bestätigen oder eine angebliche Aktivität zu prüfen. Bitte beachte: nebenan.de wird dich niemals über private Nachrichten kontaktieren und dich niemals anrufen. Sei auch misstrauisch, wenn jemand den Kontakt vom Chat aufs Telefon verlagern möchte – etwa um dich durch eine angebliche „Verifizierung" oder „Bestätigung der Zahlung" zu begleiten. Nenne niemals Kartennummer, Prüfziffer, TAN oder einen per SMS zugeschickten Code am Telefon oder im Chat. Damit wird in der Regel eine Zahlung freigegeben oder deine Karte auf dem Handy der Täter:innen hinterlegt. Weder deine Bank noch nebenan.de fragen dich jemals nach solchen Codes.
- Melde verdächtige Nutzer:innen über die Meldefunktion.
Du hast bereits Daten weitergegeben? Das kannst du jetzt tun
Wenn du Kartendaten, Bankzugänge oder Codes weitergegeben hast, zählt jede Minute. Bitte gehe der Reihe nach vor – und mach dir keine Vorwürfe: Die Täter:innen gehen sehr professionell vor.
1. Karte und Online-Banking sperren lassen
Ruf den Sperr-Notruf 116 116 an (kostenlos, rund um die Uhr, aus dem Ausland +49 116 116) und melde dich zusätzlich direkt bei deiner Bank. Lass dort nicht nur die Karte sperren, sondern auch deinen Online-Banking-Zugang.
2. Nach digitalem Wallet und TAN-Freischaltung fragen
Wenn dich jemand am Telefon durch eine „Verifizierung" geführt hat, wurde deine Karte möglicherweise in einem digitalen Wallet (z. B. Apple Pay oder Google Pay) auf einem fremden Gerät hinterlegt oder ein neues TAN-Verfahren freigeschaltet. Frage deine Bank ausdrücklich danach und lass beides entfernen. Eine gesperrte Karte allein schützt in diesem Fall nicht. Setze außerdem deine Banking-App zurück.
3. Abbuchungen prüfen und reklamieren
Sieh dir deine Umsätze an und melde deiner Bank jede Buchung schriftlich, die nicht von dir stammt. Unautorisierte Zahlungen muss die Bank grundsätzlich erstatten. Wenn sie das ablehnt, kannst du dich an die Schlichtungsstelle deiner Bankengruppe oder an die BaFin wenden.
4. Beweise sichern, bevor du etwas löschst
Mach Screenshots vom Nachrichtenverlauf und vom Profil, notiere die Telefonnummer der anrufenden Person sowie Datum und Uhrzeit. Das brauchst du für Polizei und Bank.
5. Anzeige bei der Polizei erstatten
Das geht bei jeder Dienststelle und in den meisten Bundesländern auch online über die „Onlinewache" der Polizei deines Bundeslandes. Reiche das Aktenzeichen anschließend bei deiner Bank nach.
6. Passwörter ändern
Fang mit deinem E-Mail-Postfach an, denn darüber lassen sich andere Konten zurücksetzen. Danach alle weiteren Zugänge inklusive nebenan.de. Aktiviere überall, wo es möglich ist, die Zwei-Faktor-Anmeldung.
7. Rechne mit einem zweiten Anruf
Betroffene werden häufig erneut kontaktiert – angeblich von der Bank, der Polizei oder einer Stelle, die das Geld „zurückholt". Das sind dieselben Täter:innen. Nenne nie wieder Codes, TANs oder Kartendaten am Telefon.
8. Melde uns das Profil
Melde das Profil, über das der Kontakt zustande kam, über die Meldefunktion oder schreib uns. Wir prüfen es und sperren es, damit es niemanden sonst trifft.
Wir behalten uns vor, unseriöse Angebote oder Nutzer:innen, die gegen unsere Sicherheitsrichtlinien verstoßen, zu sperren oder zu entfernen. Wenn wir aufmerksam sind, bleibt nebenan.de ein sicherer Ort für alle. Danke, dass du Teil unserer Gemeinschaft bist!